Barrierefreiheit im digitalen Raum klingt erstmal kompliziert – ist es aber gar nicht! Trotzdem gibt es einiges zu beachten, damit wirklich alle Menschen eine Website nutzen können. Und nein, ein einfaches PlugIn reicht nicht aus, um eine Website barrierefrei zu machen. Warum das so ist und worauf es wirklich ankommt, erklären wir dir hier.
Was bedeutet digitale Barrierefreiheit eigentlich?
Digitale Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen – egal ob mit oder ohne Einschränkungen – eine Website problemlos nutzen können. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, motorischen Einschränkungen oder kognitiven Herausforderungen.
Das Ziel ist es, Hürden abzubauen, damit wirklich jede*r ohne Frust durch eine Website navigieren kann. Das ist nicht nur fair, sondern mittlerweile auch gesetzlich vorgeschrieben (z. B. durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz).
PlugIn installiert, Website barrierefrei? Leider nein!
Es gibt viele PlugIns, die versprechen, eine Website per Knopfdruck barrierefrei zu machen. Klingt verlockend – aber das funktioniert nicht wirklich.
Warum? Weil Barrierefreiheit nicht nur Technik ist, sondern auch Design, Inhalt und Benutzerführung umfasst. Ein PlugIn kann vielleicht Farben anpassen oder eine Vorlesefunktion hinzufügen, aber es sorgt nicht dafür, dass:
- Texte verständlich geschrieben sind
- Buttons und Links eindeutig beschriftet sind
- Die Navigation logisch aufgebaut ist
- Alternativtexte für Bilder vorhanden sind
- Formulare für alle zugänglich sind
Kurz gesagt: Ein PlugIn ist maximal ein kleines Helferlein – aber kein Allheilmittel.
Was macht eine Website wirklich barrierefrei?
Damit eine Website für alle zugänglich ist, solltest du Folgendes beachten:
1. Klare, einfache Sprache nutzen
Verzichte auf komplizierte Fachbegriffe oder Schachtelsätze. Kurze, klare Sätze helfen allen – nicht nur Menschen mit kognitiven Einschränkungen.
2. Gute Kontraste und lesbare Schriftgrößen verwenden
Blasse Schrift auf weißem Hintergrund? Eine Katastrophe für Menschen mit Sehschwäche. Achte darauf, dass Texte gut lesbar sind – sowohl in Farbe als auch in Größe.
3. Alternativtexte für Bilder einfügen
Bilder sagen mehr als tausend Worte – aber nur, wenn man sie sehen kann. Für blinde oder sehbehinderte Menschen sind Alternativtexte (ALT-Texte) entscheidend, damit Screenreader den Inhalt des Bildes beschreiben können.
4. Tastatur-Navigation ermöglichen
Nicht alle Menschen nutzen eine Maus. Eine barrierefreie Website kann komplett mit der Tastatur oder anderen Eingabehilfen bedient werden. Teste das einfach mal selbst!
5. Videos mit Untertiteln versehen
Videos ohne Untertitel? Pech gehabt für gehörlose Menschen. Untertitel oder Transkriptionen sind Pflicht, damit alle den Inhalt verstehen können.
6. Verständliche Formulare gestalten
Ein Formular mit kryptischen Fehlermeldungen oder unklaren Feldern? Das sorgt für Frust! Stelle sicher, dass Formulare klar beschriftet und leicht auszufüllen sind.
Fazit: Barrierefreiheit ist mehr als ein PlugIn!
Eine wirklich barrierefreie Website entsteht nicht durch eine einzige technische Lösung, sondern durch eine Kombination aus gutem Design, klarer Sprache und durchdachter Technik.
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